Die Burgen

Die Wasenburg

Die Ruine der Wasenburg erhebt sich aus dem Laub der Bäume am oberen Rand des Reisbergs auf den Hügeln der Nordvogesen. Die Schildmauer ist mit ihrer Dicke von rund 4 Metern beeindruckend. 
Die Fassade hat die schönsten gotischen Fenster aller Elsässer Burgen.
Sie sind aus einem Sandsteinblock gehauen und haben fein durchbrochene Rosetten u. Lanzetten. Man betritt den Vorhof der Burg durch eine schöne gotischen Türbogen aus Sandstein. Interessant sind auch die Reste einer Sandsteintreppe, ein Kamin mit Abzugsschacht und die Erker in den Wänden. Durch deren Öffnungen konnten die Angreifer 
mit Steinen und kochendem Wasser begrüßt werden. Die beiden Fenster mit Sitz wurden ebenfalls aus Sandstein gehauen. Vor dort hat man
einen schönen Blick ins Tal. Erste Überlieferungen gibt es von 1280, als Herzog Luitfried die wahrscheinlich schon vorhandene Burg ausbaute. 
Im Deutschen Bauernkrieg 1525 wurde die Burg beschädigt und ist anschließend allmählich verfallen. Im Jahr 1677 wurde sie durch die
Franzosen endgültig zerstört.
 
Zugang:
Über den Wanderweg „König von Rom“ von Niederbronn les Bains (67110) oder von Oberbronn (67110)

Die Burg Altwindstein

Die Burg Altwindstein wurde im 13. Jahrhundert durch den Abt von Neuenburg erbaut. Die Burg Neuwindstein im 14. Jahrhundert von Guillaume von Windstein.
Beide Burgen wurden im Jahre 1676 von den französischen Truppen zerstört. Die Altwindstein besteht aus zwei selbständigen Anlagen, die auf einem ca. 160 Meter langen Felsengrat liegen.
In der Südanlage, auch vordere Burg genannt, befinden sich zwei Felskammern, darunter eine Zisterne. In der Oberburg befindet sich ein 41 Meter tiefer aus dem Fels gehauener Brunnen, die Reste einer Kapelle; ein erhaltenes Rundbogenfries.
Zu sehen sind die Überreste des fünfeckigen Bergfried, Gebäudereste mit Türen,  Fenster, Korridore, Treppen sowie Felskammern.

Zugang:
D553 Windstein (67110) Parkplatz "Menhir"

Die Burg Neuwindstein

Die Burg Neuwindstein liegt rund 600 Meter von der Burg Altwindstein entfern und wurde im 14. Jahrhundert von Guillaume von Windstein erbaut. 
Die Burg wurde im Jahre 1676 durch französische Truppen zerstört. Zu sehen sind gut erhaltene Wände mit schönen Fenstern, Kamine, eine Spitzbogen über der Eingangstür.
Ein unterirdischer Raum in den Felsen gehauen.

Zugang:
D553 Windstein (67110) Parkplatz "Menhir"

Die Burg Wineck

Oberhalb des Winecker Tales liegt die Burg Wineck, auch Windeck oder Schmalstein genannt. Die Burg wurde um 1300 erbaut und von den Familien der Windsteiner bewohnt. 
Sie war wahrscheinlich ein Beobachtungsposten der Burg Schöneck die nicht weit davon entfernt liegt.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Burg auf Befehl des Königs von Frankreich geschleift. Man findet noch Überreste eines Teils der Mauern,
des fünfeckigen Bergfrieds und der Ringmauer.


Zugang :
Wineckerthal Richtung Obersteinbach auf die D53.

Die Burg Schoeneck

Die Burg wurde wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. Die Burg wurde 1286 vom Bischof von Straßburg umgebaut. 
Im 16. Jahrhundert  ist das Schloss von Eckbrecht von Dürckheim weiter ausgebaut worden. Im Jahre 1680 wurde die Burg von den belagernden Truppen der Franzosen zerstört.
Nach der französischen Revolution wurden die Überreste von der Familie De Dietrich erworben. Die vielteilige Gesamtanlage gilt als besterhaltene Burgruine der Nordvogesen. Die Ruine der Felsenburg steht in 380 Meter Höhe auf einem Ausläufer des Fischerbergs oberhalb des Winecker Tals. Der Hauptzugang der Burg im Süden, wurde von zwei quadratischen Bastionen mit Kanonen verteidigt. Vor dem Tor befand sich eine Zugbrücke über einem Graben.
Im Westen war die Vorburg mit Geschützturm. Erhalten sind heute noch ein zehn Meter tiefer Brunnenschacht und Teile der Ringmauer. 
Um in die östliche Vorburg zu gelangen mussten früher vier Tore passiert werden. Bei dem letzten handelte es sich um ein 2,5 Meter breites Spitzbogentor mit einem darüber liegenden Wurferker.
Erhalten sind noch Reste einer langen und hohen Wand und eines halbrunden Turms in der Mitte der einstigen Ostwand, eine Zisterne sowie ein Gewölbekeller.
Zugang:
Vom Wineckerthal D53 in Richtung Obersteinbach. Vom Parkplatz Col de Langenthal, dem markierten Weg zum Schloss folgen.

Das Wittschloessel

Im 13. Jahrhundert erbaut. Möglicherweise war das Wittschloessel ein Wachturm und Außenanlage der Burg Schoeneck. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1577 als Wydberg Schlolsslin. Die in einer Beschreibung 1657 erwähnt Inhaber sind die Herrschaften von Lichtenberg, danach Eckbrecht von Dürckheim. 1677 zerstört in Verbindung zu dem nahe gelegenen Château de Schoeneck.
Das Wittschloessel ist eine kleine Burganlage in (440m) auf einem Felsvorsprung südlich von Obersteinbach. Vom Wittschloessel ist nur noch sehr wenig erhalten. Lediglich einige Mauerreste,  ein aus dem Felsen geschlagener Raum ohne Decke sowie in den Fels gehauene Löcher für Balken zeugen von der Existenz einer Burg.

Zugang:
Die Reste des Wittschloessel befinden sich südlich von Obersteinbach auf dem Gebiet der Gemeinde Dambach, im Kanton Niederbronn-les-Bains im regionalen Naturpark Nordvogesen.

Die Burg Hohenfels

Die Burg Hohenfels befindet sich in der Gemeinde Dambach. Sie wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut und 1293 erstmals erwähnt. Im Jahre 1423 wird sie von Truppen aus Straßburg und Hagenau erstmals zerstört. Es erfolgte ein Wiederaufbau und mehrere Besitzerwechsel. Vermutlich 1525 im Bauernkrieg wurde die Burg ein zweites Mal zerstört und 1679 endgültig von den Franzosen niedergebrannt. Burg Hohenfels ist auf einen Felsen gebaut und schwer zugänglich. Die Kante wurde auf der Nordostseite tief eingekerbt. Noch erhalten sind Teile der westlichen Wand des dreistöckigen Gebäudes sowie einige in die Felsen gehauene Räume. (danach Hinweis auf die Registrierung)

Zugang:
Vom Dorf Dambach (67110) in Richtung Neunhoffen.
Dann den Wanderweg des CV  mit dem gelben Kreuz nehmen.